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504 _aIncludes bibliographical references and index.
520 _aThema dieses Buches ist die Frage nach der Stellung von Werten in der Wirklichkeit. In dieser Frage stehen sich zwei Positionen gegenüber: Der Subjektivismus behauptet, alle Werttatsachen leiteten sich aus den Interessen von Personen her, gut sei immer nur etwas für jemanden, Werte gehörten also zur psychischen Welt. Für den Realismus gibt es dagegen, vor allem auf moralischem und ästhetischem Gebiet, objektive Werttatsachen, die unabhängig von subjektiven Interessen bestehen. Diese objektiven Werttatsachen zählen für ihn daher nicht zur psychischen Welt, sondern zur äußeren Wirklichkeit. Die Diskussion dieser Kontroverse steckt heute in einem Dilemma, da es gegen beide Positionen stichhaltige Einwände gibt. Eine subjektivistische Ethik, die Sollen auf Wollen reduziert, kann keine Pflichten begründen, die dem Belieben des Einzelnen entzogen sind, während die Forderungen einer realistischen Ethik, für die Werte und Pflichten nichts mit Interessen zu tun haben, von außen bestimmt bleiben, so dass man nicht begründen kann, warum wir uns moralisch verhalten sollten. Das Ziel dieses Buches ist, dieses Dilemma durch eine Verbindung der richtigen Elemente beider Positionen zu überwinden. Die vorgeschlagene Konzeption wird auch unter erkenntnistheoretischen Aspekten erörtert, des weiteren wird die Frage nach dem Sitz der Werte in der Gesamtwirklichkeit diskutiert, also nach den Zusammenhängen von Werttatsachen mit anderen Tatsachen.
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