TY - BOOK AU - Borck,Cornelius AU - Schäfer,Armin TI - Das psychiatrische Aufschreibesystem T2 - Schöningh, Fink and mentis Religious Studies, Theology and Philosophy E-Books Online, Collection 2013-2017, ISBN: 9783657100095 SN - 9783846757734 AV - RC436.5 .P79 2015 PY - 2015/// CY - Paderborn PB - Wilhelm Fink Verlag KW - Psychiatry KW - Terminology KW - Pathology KW - Philosophy KW - Medicine N1 - Includes bibliographical references; Preliminary Material; Cornelius Borck and Armin Schäfer -- Das psychiatrische Aufschreibesystem; Cornelius Borck and Armin Schäfer -- Verstetigen eines Moments Zum Verfahren des stenographischen Protokollierens in der Psychiatrie; Sophie Ledebur -- Die Buchhaltung des Wahnsinns Archiv und Aktenführung zwischen Justiz und Irrenreform; Volker Hess -- Tabellen, Kurven, Schocks Somatische Therapien und ihre Aufschreibesysteme; Max Gawlich -- Ein Fall, zwei Affen, zwei Seelen Über die psychiatrische Formatierung eines infamen Lebens; Johannes Kassar -- Der psychologische Versuch als Schreib-Experiment Erkundungen von Aufschreibepraktiken im Spannungsfeld von Psychiatrie und Psychoanalyse; Birgit Stammberger -- „Unter Wahrung der gegenseitigen Kompetenzen“ Pädagogische Beobachtungen in den Krankenakten der psychiatrischen Kinderbeobachtungsstation an der Charité (1921-1933); Petra Fuchs and Wolfgang Rose -- Der Realitätstest Die Zeitung von gestern in der Psychiatrie um 1900; Sonja Mählmann --,Querulantenwahnsinn‘ Papierflut, Graphologie und Rechtsgefühl; Rupert Gaderer -- Anamnesen – Anekdoten – Abenteuer Fabulieren im Aufschreibesystem der Psychiatrie; Sophia Könemann -- Wie man aufschreibt, was sich nicht zeigt Autismus als Widerstand und Anreiz früher kinderpsychiatrischer Aufzeichnungen; Novina Göhlsdorf -- Progredienter Verlauf Koordinaten einer Krankengeschichte; Marietta Meier -- Abbildungsverzeichnis; Cornelius Borck and Armin Schäfer -- Autorinnen und Autoren; Cornelius Borck and Armin Schäfer N2 - Die Psychiatrie entwickelte im Ausgang des 19. Jahrhunderts ein komplexes Aufschreibesystem. Die Beiträge dieses Bandes zeichnen nach, wie diese psychiatrischen Aufzeichnungspraktiken zugleich Wissen formieren, Machtkonstellationen errichten und Ontologien des Wahnsinns herstellen. In den Verfahren des Notierens, Ordnens und Schreibens lässt sich eine Eigenlogik des Beobachtens, Sammelns, Protokollierens, Begutachtens und Interpretierens in der Psychiatrie freilegen. Schreibakte werden zumeist von der Verwaltung in Gang gesetzt, eröffnen der Psychiatrie Zugang zur juristischen Dienstbarkeit und beschleunigen die interne Ausdifferenzierung der Disziplin. Schreibszenen wirken auf die Äußerungen der Patienten zurück und reizen wiederum Phänomene an, die ihrerseits aufgezeichnet werden. So entsteht eine Dynamik, welche das Fach vorantreibt, seine Position in der Gesellschaft austariert, einmal gefundene Differenzierungen permanent über sich hinaus treibt und Klinik, Forschung und gesellschaftliche Praxis zu einem unabschließbaren Projekt geraten lässt UR - http://dx.doi.org/10.30965/9783846757734 ER -