TY - BOOK AU - Becker,Ilka AU - Kusser,Astrid AU - Cuntz,Michael TI - Unmenge: a Wie verteilt sich Handlungsmacht? T2 - Mediologie SN - 9783846744581 AV - BD438 U1 - 307.01 23 PY - 2008/// CY - Paderborn PB - Wilhelm Fink Verlag KW - Power (Philosophy) KW - Act (Philosophy) KW - Power (Social sciences) N1 - Preliminary Material; Ilka Becker , Michael Cuntz and Kusser Astrid -- In der Unmenge; Ilka Becker , Michael Cuntz and Astrid Kusser -- Individuation, Werden und Kollektiv; Michael Cuntz -- Ergänzende Bemerkung zu den Konsequenzen des Individuationsbegriffs; Gilbert Simondon -- Eyes Wide Shut; Lorenz Engell -- Agencement und Amusement; Ilka Becker -- Unmenge als Kategorie singulärer Erfahrung; Kerstin Andermann -- Mengenlehre; Julian Rohrhuber -- Kontingenz und Handlungsmacht im zeitgenössischen Kino; Thomas Elsaesser -- Mixed zone – Wie man den Toten begegnet; Michael Cuntz -- Lebende Tote und geheime Communitas; Arno Meteling -- Cakewalking: Fluchtlinien des Schwarzen Atlantik um 1900; Astrid Kusser -- Das Gespenst des Herkules; Peter Linebaugh and Marcus Rediker -- Vom Sinken; Felix Axster -- Marx und Foucault auf Lesbos; Vassilis Tsianos and Serhat Karakayali -- Metaphysik und Gewalt; Andrew Haas -- Der Mythos von der schöpferischen Menge; Leander Scholz -- Abbildungsnachweise; Ilka Becker , Michael Cuntz and Kusser Astrid -- Autor/innenangaben; Ilka Becker , Michael Cuntz and Kusser Astrid N2 - In der Gegenwart ist die Liste möglicher Akteure scheinbar ins Unüberschaubare angewach-sen. Nimmt dabei die Hand-lungsmacht des Einzelnen in dem Maße ab, wie die Zahl der potentiellen Akteure zunimmt und auch Tiere, Dinge, (Un-)Tote oder Systeme umfasst? Oder aber ist die Logik, auf der diese Rechnung beruht, selbst frag-würdig geworden? Die Unmenge konfiguriert sich in wechselnden, raumzeitlichen Situationen ständig neu. In ihr sind wir Unzählige, die ohne dauerhafte Gestalt oder stabile Ontologie gemeinsam in Hand-lungen und Kämpfe verwickelt sind. Eine dominante Version der Moderne teilte die Sphären von Mensch, Natur und Technik von-einander ab, um einen stabilen Status von Subjekten und Objek-ten sowie regulierten Zugang zu (politischer) Repräsentation si-cherzustellen. Mit der Problemati-sierung dieser Moderne ist je-doch fragwürdig geworden, wer oder was überhaupt Träger von Handlungen sein kann. Was häu-fig als Einschränkung oder Verlust diagnostiziert wird, lässt sich e-benso als Ausbreitung oder Er-weiterung verstehen. Welches sind somit neue Formen der Handlungsmacht, die sich nicht nur in der gegenwärtigen Situa-tion, sondern auch in einem symptomatischen Blick auf histo-rische Bewegungen ausmachen lassen? Der Band rückt die Figur der Un-menge als Genealogie der Ge-genwart und Gegenentwurf zur zählbaren und repräsentierten Gemeinschaft (wie Volk, Nation, Menschheit) ins Zentrum. Er ana-lysiert diejenigen Formen der Handlungsmacht, denen histo-risch kein legitimer Ort der Reprä-sentation zugewiesen werden konnte. Dass diese Formen gleichwohl Veränderungen er-möglichten, lässt sich erst nach-träglich in symptomatischen Lektüren nachvollziehen. Die Publikation setzt drei Schwer-punkte: Unter dem Stichwort Mischwesen geht es um Relationen zwischen Menschen und technischen Wesen bzw. ästhetischen Artefakten, in de-nen klare Grenzziehungen eben-so fragwürdig geworden sind wie die Zuschreibungen Sub-jekt/Objekt oder aktiv/passiv. Wiedergänger befasst sich mit Konstellationen und Ereignissen, in denen Akteure, deren Hand-lungsmacht oder schiere Existenz vom ‚gesunden Menschenvers-tand’ oder der herrschenden Meinung vehement verdrängt oder negiert werden, von den Rändern ins Zentrum der Wahr-nehmung zurückkehren. Gewal-tenteilung schließlich nähert sich der Rolle der großen oder unbe-stimmbaren Zahl in politischen Kontexten und analysiert die Grenzen souveräner Macht UR - http://dx.doi.org/10.30965/9783846744581 ER -