Mit Marx für Heidegger - Mit Heidegger für Marx / Heinz Dieter Kittsteiner.
Material type:
TextLanguage: German Publisher: Paderborn : Ferdinand Schöningh, Brill | Fink, 2004Copyright date: ©2004Description: 1 online resourceContent type: - text
- computer
- online resource
- 9783846739488
- 9783770539482
- 100 23
- B3279.H49
Includes bibliographical references and index.
Front Matter / H. D. Kittsteiner -- Vorwort / H. D. Kittsteiner -- Einleitung / H. D. Kittsteiner -- Ein geisteswissenschaftliches Versäumnis / H. D. Kittsteiner -- „Unsere Produktionen wären ebenso viele Spiegel, woraus unser Wesen sich entgegenleuchtete.“ / H. D. Kittsteiner -- „Ausdruck“ und „Objektivation“ bei Dilthey / H. D. Kittsteiner -- Der „Ausdruck“ als „Wertausdruck“ bei Marx / H. D. Kittsteiner -- Die Hermeneutik des Nicht-Verstehbaren / H. D. Kittsteiner -- Die „Hermeneutik der Faktizität“ / H. D. Kittsteiner -- Heidegger über Marx / H. D. Kittsteiner -- „Schicksal“ und „Wiederholung“ / H. D. Kittsteiner -- Die Ausblendung der „Welt-Geschichte“ / H. D. Kittsteiner -- Das sich selbst bewegende Substanz-Subjekt / H. D. Kittsteiner -- Die Zeit des Kapitals / H. D. Kittsteiner -- Heideggers „Ge-stell“ als ver-stellte Kapitalismus-Kritik / H. D. Kittsteiner -- Karl Marx in „Sein und Zeit“ / H. D. Kittsteiner -- Fragen an die „Kehren“ / H. D. Kittsteiner -- Holzwege zum Führer / H. D. Kittsteiner -- Unzeitgemäße „Beiträge“ / H. D. Kittsteiner -- „Wiederholung“ und „Wiederbringung“ / H. D. Kittsteiner -- Heideggers Überbietung der Geschichtsphilosophie durch die Geschichtstheologie des „Ereignisses“ / H. D. Kittsteiner -- Der „Demiurg“ und der „letzte Gott“ / H. D. Kittsteiner -- Literatur / H. D. Kittsteiner.
Karl Marx und Martin Heidegger haben das gemeinsame Schicksal, dass ihre Rezeption politisch überformt war. Seit dem Jahr 1989 hat sich das geändert. Ein verfehlter Sozialismus ist zusammengebrochen – Marx ist philosophisch vogelfrei. In eben diesem Jahr erschienen Heideggers „Beiträge zur Philosophie“, die einen genaueren Blick auf sein Denken in den 30er Jahren erlauben. Von diesem Ausgangspunkt her werden beide gemeinsam gelesen. Die Rezeption hatte sie zunächst und zumeist in zwei verschiedene Lager auseinanderdividiert. Der hier vorgelegte Essay macht sich umgekehrt daran, ihr Denken wirklich und wahrhaftig ineinander zu montieren. Ein einleitender Teil umreißt die „Extreme des Formbegriffs“ bei Marx und Dilthey. Dann wird der späte Marx in Heideggers „Kehre“ implantiert. Vor diesem Hintergrund fällt neues Licht auf das „Ereignis“. Der Versuchsanordnung für dieses Experiment liegt die Annahme zugrunde, dass in beiden Denkern gnostische Motive in ihre Bestandteile auseinandergefallen sind. Marx beschreibt im Kapitalbegriff den real existierenden „Demiurgen“ und seine verfehlte Schöpfung – sein kommender Gott, das Proletariat, hat welthistorisch verspielt. Heidegger erdenkt das ganz Andere, den Vorbeigang des kommenden Gottes im „Ereignis“. Marx beschreibt, was ist, Heidegger erdenkt, was fehlt und hält den Horizont einer geschichtstheologischen „Metaphysik“ offen. So ergänzen sie sich wechselseitig. Mit Marx für Heidegger – Mit Heidegger für Marx.
German
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