Das neue Leben : Studien zu Literatur und Biopolitik 1750-1938 / Hubert Thüring.
Material type:
TextSeries: Schöningh and Fink Literature and Culture E-Books Online, Collection 2007-2012, ISBN: 9783657100057 | Schöningh and Fink Literature and Culture Studies E-Books, Collection 2007-2012, ISBN: 9783657100057Publisher: München : Wilhelm Fink, [2012]Copyright date: ©2012Description: 1 online resourceContent type: - text
- unmediated
- online resource
- 9783846753552
- 830.9384
- PT134.A56 T494 2012
Includes bibliographical references and index.
Preliminary Material -- Literatur und Leben: Ereignisse, Geschichte -- Leben als absolute Referenz und als Diskurs der Biopolitik: Geschichte, Methode (Foucault, Agamben) -- Defiguration und Refiguration des Lebens: literatur- und kulturwissenschaftliche For schung -- Das ‚infame‘ Leben: Methode (so etwas wie eine Literaturgeschichtstheorie) -- Stationen einer biopolitischen Literaturgeschichte: Programm, Abrisse und Einzelthesen -- Kraft, Gestalt und der biopolitische Rest. Goethes biologisch-ästhetischer Umgang mit dem Leben -- Das ‚neue Leben‘ und der alte Geist. Vitalistische Spuren und biopolitische Projekte im Werk von Jakob Michael Reinhold Lenz -- Das Leben weist das Leben ab. Giacomo Leopardis Ethopoetik zwischen Theorie der Lust und Poetik des Unbestimmten -- Intermezzo: Nietzsche liest Leopardi und urteilt biopolitisch (aber was kümmert das diesen) -- Lebensform statt Biomasse. Nietzsches genealogische Kritik und pathetische Politik -- Glausers Poetik -- Der Alltag im Abenteuer (Die Fieberkurve) -- Das Abenteuer im Alltag (Schlumpf Erwin Mord) -- Abenteuer und Alltag (Matto regiert) -- Vorgeschichte und methodologische Überlegungen -- Die Entdeckung des Lebens als biologisches Kontinuum -- Biopolitische Anschlüsse I -- Zwischenbilanz -- Hochkonjunktur der Lebenskraft -- Biopolitische Anschlüsse II -- Anfang und Ende der Biologie (Roose, Treviranus) -- Dank -- Bibliographische Notiz -- Bibliographie -- Personenregister.
»Ihr Monarchen! Ach seid ihr so fremd mit der menschlichen Natur geworden, es nicht in seiner ganzen Stärke zu fühlen, was für ein neues Leben, was für wundertätige Kräfte in eure Soldaten strömen müssen, wenn sie für Weiber und Kinder fechten!« J. M. R. Lenz war 1776 einer der ersten Literaten, der das Leben so deutlich als Bezugsgröße der Politik und der Literatur apostrophierte. Es ist in der Tat ein neues Leben, das nicht mehr als göttlich geformtes und beseeltes Leben begriffen wird, sondern als autonome Substanz und Kraft, durch welche die Lebewesen sich selbst organisch hervorbringen. Das neue Leben bietet eine propädeutische Studie zur »Genese des biologischen Lebensbegriffs am Leitfaden der Lebenskraft«, zur Literatur (Goethe, J. M. R. Lenz, Leopardi, Nietzsche, Glauser) und schließlich zu den Diskursen der Körperdisziplinierung, Bevölkerungspolitik und psychophysiologischen Medizin in der Literatur.
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