GHU Logo
The Great Heights University Library
Academic discovery, digital access, and research support

Wahr oder Tolerant? : a Zum Grunddilemma der Theologie der Religionen / Klaus von Stosch; Klaus von Stosch; Klaus Bergdolt.

By: Contributor(s): Material type: TextSeries: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste - Junges Kolleg | Schöningh, Fink and mentis Religious Studies, Theology and Philosophy E-Books Online, Collection 2007-2012, ISBN: 9783657100088Publisher: Paderborn : Verlag Ferdinand Schöningh, 2009Description: 1 online resourceContent type:
  • text
Media type:
  • unmediated
Carrier type:
  • online resource
ISBN:
  • 9783657767977
Subject(s): Additional physical formats: Print version:: Wahr oder Tolerant?: Zum Grunddilemma der Theologie der Religionen, DDC classification:
  • 200 23
LOC classification:
  • BR1610
Online resources: Summary: Diese Broschüre zur Frage einer Komparativen Theologie veröffentlicht zwei Beiträge, die zu diesem Thema beim er­sten Forschungstag der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Oktober 2007 vor­getragen und diskutiert worden sind. Der Forschungstag der Akademie dient dem wissenschaftlichen Gespräch der Akademiemitglieder mit den Mitgliedern des neu eingerich­teten Jungen Kollegs. Klaus von Stosch, Mitglied des Jungen Kollegs der Akade­mie, will das Grunddilemma der Theologie der Religionen durch Komparative Theologie überwinden. Er sieht das Grunddilemma darin, andere Religionen in ihrem Anderssein wertschätzen und dennoch an der Wahrheit des Unbedingtheitsanspruchs der eigenen Religion festhalten zu wol­len. Nicht ein auf Gleichwertigkeit setzender Pluralismus könne beitragen, das Dilemma zu überwinden. Sondern es bedürfe einer komparatistisch vorgehenden Theologie, die nicht definitive Aussagen über die Wahrheit von Religionen in ihrer Ganzheit trifft, sondern sich in Anlehnung an Wittgenstein mit der Bedeutung und der Rationalität einzelner Elemente religiöser Überzeugungen auseinander setzt. Klaus Bergdolt, Mitglied der Akademie, antwortet darauf mit positiv gestimmtem Skeptizismus. Er findet den Ansatz, sich sine ira et Studio in die Glaubens- und Erfahrungswelt des Anderen, seine Haltungen gegenüber der Welt, einzudenken und die kognitiven Gehalte wissenschaftlicher Prüfung zu unterziehen, potentiell sehr fruchtbar. Er betont aber auch, dass Komparative Theologie nur zu schlüssigen Ergebnissen führen könne, wenn auf allen Seiten die gleichen emotionalen, juristischen und aufklärerischen Voraussetzungen gegeben seien. Wo das nicht der Fall sei, wo es an Nüchternheit fehle, bestehe die Gefahr, dem „Faszinosum“ der Andersartigkeit zu erliegen.
Tags from this library: No tags from this library for this title. Log in to add tags.
Star ratings
    Average rating: 0.0 (0 votes)
No physical items for this record

Diese Broschüre zur Frage einer Komparativen Theologie veröffentlicht zwei Beiträge, die zu diesem Thema beim er­sten Forschungstag der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Oktober 2007 vor­getragen und diskutiert worden sind. Der Forschungstag der Akademie dient dem wissenschaftlichen Gespräch der Akademiemitglieder mit den Mitgliedern des neu eingerich­teten Jungen Kollegs. Klaus von Stosch, Mitglied des Jungen Kollegs der Akade­mie, will das Grunddilemma der Theologie der Religionen durch Komparative Theologie überwinden. Er sieht das Grunddilemma darin, andere Religionen in ihrem Anderssein wertschätzen und dennoch an der Wahrheit des Unbedingtheitsanspruchs der eigenen Religion festhalten zu wol­len. Nicht ein auf Gleichwertigkeit setzender Pluralismus könne beitragen, das Dilemma zu überwinden. Sondern es bedürfe einer komparatistisch vorgehenden Theologie, die nicht definitive Aussagen über die Wahrheit von Religionen in ihrer Ganzheit trifft, sondern sich in Anlehnung an Wittgenstein mit der Bedeutung und der Rationalität einzelner Elemente religiöser Überzeugungen auseinander setzt. Klaus Bergdolt, Mitglied der Akademie, antwortet darauf mit positiv gestimmtem Skeptizismus. Er findet den Ansatz, sich sine ira et Studio in die Glaubens- und Erfahrungswelt des Anderen, seine Haltungen gegenüber der Welt, einzudenken und die kognitiven Gehalte wissenschaftlicher Prüfung zu unterziehen, potentiell sehr fruchtbar. Er betont aber auch, dass Komparative Theologie nur zu schlüssigen Ergebnissen führen könne, wenn auf allen Seiten die gleichen emotionalen, juristischen und aufklärerischen Voraussetzungen gegeben seien. Wo das nicht der Fall sei, wo es an Nüchternheit fehle, bestehe die Gefahr, dem „Faszinosum“ der Andersartigkeit zu erliegen.

Description based on print version record.

There are no comments on this title.

to post a comment.