Der Ewige Jude von Edgar Quinet und Eugène Sue auf dem Index Librorum Prohibitorum : Zerrbild seiner selbst und Spiegelbild der Zeit / Tobias Lagatz.
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TextSeries: Römische Inquisition und Indexkongregation ; 20. | Schöningh, Fink and mentis Religious Studies, Theology and Philosophy E-Books Online, Collection 2019, ISBN: 9783657100170Publisher: Paderborn : Verlag Ferdinand Schöningh, 2020Description: 1 online resourceContent type: - text
- computer
- online resource
- 9783657702886
- 9783506702883
- Zerrbild seiner selbst und Spiegelbild der Zeit
- 230.05 23
- BR1
Preliminary Material -- Vorwort -- Einleitung -- Zur Legendengestalt des Ewigen Juden -- Eugène Sues Neuinterpretation des Ewigen Juden -- Der Ewige Jude auf dem Index librorum prohibitorum -- Das Ende der Wanderung -- Quellen- und Literaturverzeichnis -- Personenregister.
Der „Ewige Jude“ stand auf dem Index der verbotenen Bücher – das lässt aufhorchen: Kämpfte die katholische Kirche so gegen antisemitische Stereotype? Dieser Frage geht der Autor anhand der Verfahren gegen die französischen Autoren Edgar Quinet und Eugène Sue nach, die das Motiv des Ewigen Juden im 19. Jahrhundert neu interpretierten. Der detaillierte Einblick in den Alltag der Zensoren ist entlarvend: In den Archiven der Inquisition und der Indexkongregation sind irreführende Gutachten zu finden, die für ihre Verfasser nur noch Mittel zu dem Zweck waren, sich in den revolutionären Kämpfen ihrer Zeit richtig zu positionieren. Mitarbeiter der zuständigen Kongregationen waren völlig überfordert, und Bücher wurden sogar ohne vorherige Lektüre verboten. Die unverzichtbare Analyse weiterer, zeitgleich ablaufender Verfahren im Kontext der kirchenpolitischen Großwetterlage zeigt schließlich: Der „Ewige Jude“ geriet nicht wegen Antisemitismus in den Blick der Zensoren, sondern weil insbesondere Sue als antijesuitisch, unmoralisch, sozialistisch und revolutionär galt.
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