Kultur- und zeitkritische Schriften : a "Im Schatten von morgen" und "Verratene Welt" / Johan Huizinga.
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TextSeries: Huizinga Schriften ; 2. | Schöningh and Fink Early Modern and Modern History E-Books Online, Collection 2013-2017, ISBN: 9783657100033Publisher: Paderborn : Wilhelm Fink Verlag, 2014Description: 1 online resourceContent type: - text
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- 9783846755754
- 306.094 23
- HM621
Preliminary Material -- Vorbemerkung zur ersten und zweiten Auflage -- Vorbemerkung zur siebenten Auflage -- Untergangsstimmungen -- Befürchtungen der Gegenwart und der Vergangenheit -- Die Kulturkrise der Gegenwart im historischen Vergleich -- Grundvoraussetzungen der Kultur -- Die Problematik des Fortschritts -- Die Wissenschaft an den Grenzen des Denkbaren -- Die allgemeine Abnahme des Urteilsvermögens -- Sinken des kritischen Bedürfnisses -- Missbrauchte Wissenschaft -- Herabsetzung des Erkenntnisideals -- Der Kult des Lebens -- Leben und Kampf -- Der Niedergang der moralischen Normen -- Der Staat dem Staat ein Wolf? -- Heroismus -- Puerilismus -- Aberglaube -- Der ästhetische Ausdruck in seiner wachsenden Vernunft- und Naturferne -- Stilverlust und Irrationalisierung -- Ausblick -- Katharsis -- Anmerkungen des Herausgebers -- Vorbemerkung -- Einleitung -- Zur Terminologie des Phänomens Kultur -- Der Ost-West-Gegensatz in kulturhistorischer Perspektive -- Aufstieg und Niedergang der Kultur -- Kulturverluste des neunzehnten Jahrhunderts -- Die Chancen auf Wiederherstellung -- Anmerkungen des Herausgebers -- Krisenbeobachtungen Johan Huizingas Kulturkritik -- Namenregister.
Wenige Jahre vor und nach Abfassung seiner berühmten Untersuchung über das Spiel, »Homo ludens« (1938), verfasste der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga (1872–1945) zwei Werke zur Analyse und Kritik seiner Zeit – der Herrschaft des Nationalsozialismus in Europa und des Zweiten Weltkriegs –, die unterschiedlich wahrgenommen wurden. Beide Essays werden hier in einer kommentierten Neuübersetzung publiziert, die an die erstmalige Übersetzung der »Amerika«-Bücher anschließt. »Im Schatten von morgen« (1935) wurde seinerzeit ein Bestseller, geschätzt für seine Hellsichtigkeit und Schärfe. »Ist die Welt weiser geworden?«, fragt sich Huizinga und visiert immer wieder wichtige kulturelle Phänomene an, um diese durch den weiten Resonanzraum der Geschichte zu schicken. Er reflektiert zeitgemäße Moden der Theorie (Schmitt, Spengler) ebenso wie Kino, Roman, Reklame, Aviatik. Sein Urteil über die gegenwärtige Kultur bleibt zwiespältig. Im allmählichen Sich-Vorantasten besteht gerade die Stärke seines Denkens, dessen Tiefe und Originalität an Benjamin, Plessner und Kracauer erinnert. »Verratene Welt« entstand 1943, als Huizinga – nach Inhaftierung im Geisellager St. Michielsgestel – bereits unter strengen Auflagen in der Nähe von Arnheim lebte, ohne Zugang zur Universität und zu seiner Privatbibliothek. Die Verbreitung seiner Werke war seit 1943 verboten, weshalb das Buch erst 1945, nach Kriegsende, aber auch nach Huizingas Tod, herausgegeben wurde. In der gedanklichen Tiefe steht »Verratene Welt« der vorangegangenen Schrift in nichts nach.
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