Körper- und Sinngrenzen : zur Sprachbildlichkeit in Dramen von Andreas Gryphius / Sarina Tschachtli.
Material type:
TextSeries: Schöningh and Fink Literature and Culture E-Books Online, Collection 2013-2017, ISBN: 9783657100064 | Schöningh and Fink Literature and Culture Studies E-Books, Collection 2013-2017, ISBN: 9783657100064Publisher: Paderborn : Wilhelm Fink, [2017]Description: 1 online resourceContent type: - text
- unmediated
- online resource
- 9783846761434
- Zur Sprachbildlichkeit in Dramen von Andreas Gryphius
- 430
- PT1735 .T73 2017
Doctoral Universität Zürich 2015.
Includes bibliographical references.
Preliminary Material -- Einschnitt: Zum Theater der Körpergrenze -- Blut und Bedeutung: Leo Armenius -- Die Lunge ward entdeckt: Integrität und Innerlichkeit in Catharina von Georgien -- Entdeckte Herzen: Cardenio und Celinde -- Schneiden im eigenen Fleisch: Papinian -- Jungfern Fleisch: Körper und Materie in Horribilicribrifax Teutsch -- Zum Schluss -- Bibliographie -- Dank.
Die Dramen von Andreas Gryphius inszenieren und imaginieren geöffnete Körper. Sie stellen sie in den Mittelpunkt ihrer Handlung und vergegenwärtigen sie in der überbordenden Körpermetaphorik ihrer Sprache. Mit Bezug auf die szenische und sprachbildliche Körperlichkeit legt die Studie eine bisher nicht beachtete Organisationsstruktur in Gryphius’ Dramen frei, die eine eigene Bedeutungsebene erschließt. Die Dramen thematisieren entgrenzte, verletzte und geöffnete Körper, um Macht- und Bedeutungsordnungen zu verhandeln. Indem sie die Verletzlichkeit bedeutungstragender Körper ausstellen, inszenieren sie auch die Angreifbarkeit von Sinnordnungen. Die Studie untersucht diese Körper als Schnittstellen von politischen, theologischen, poetologischen Diskursen und erhellt so auch die Faszination abgründiger Gewalt im barocken Theater.
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