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Irritierende Kräfte : Eros & Paideia / Edited by Martin Knechtges, Jörg Schenuit.

Contributor(s): Material type: TextSeries: FUGE - Journal für Religion & Moderne ; 10. | Schöningh, Fink and mentis Religious Studies, Theology and Philosophy E-Books Online, Collection 2007-2012, ISBN: 9783657100088Publisher: Paderborn : Verlag Ferdinand Schöningh, 2012Description: 1 online resourceContent type:
  • text
Media type:
  • computer
Carrier type:
  • online resource
ISBN:
  • 9783657775453
Subject(s): Additional physical formats: Print version:: Irritierende Kräfte: Eros & Paideia, DDC classification:
  • 378 23
LOC classification:
  • LB2322.2
Online resources:
Contents:
Martin Knechtges and Jörg Schenuit -- Die Hineintäuschung in das Wahre / henning nörenberg -- Religion und Dichtung / les murray -- Morgengrausen / peter strasser -- Cin – Hermannstädter Tagebuch (II) / sebastian wohlfarth -- Die Geduld des Antwortenden / bernd trocholepczy and fuge -- was brauchst du / friederike mayröcker -- Jenseits der Grenzen / anke bastrop -- Als ich das Licht verlöschte… / konrad weiss -- Im Satzgehäuse / matthias kniep -- Antonius führt Klage / bettina klix -- Autorenverzeichnis / Martin Knechtges and Jörg Schenuit -- Fuge / Martin Knechtges and Jörg Schenuit.
Summary: Die hohe Wertschätzung, ja der Glaube an Institutionen gehört zu den unverkennbaren Merkmalen der Moderne. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wo Institutionen mit festgeschriebenen Regeln die Beziehungen der Menschen untereinander regeln, entstehen Räume, in denen das unkontrollierbare Herrschaftsgebaren Einzelner keinen großen Schaden anrichten kann. Niemand möchte heute noch von der Gunst eines Bibliothekars abhängen, wenn er seine ausgeliehenen Bücher zu spät in die Bibliothek zurückbringt. Man ist froh, dass es eine »Benutzerordnung« gibt, zahlt seine Säumnisgebühren und will von den Neigungen und Abneigungen seines Gegenübers ansonsten nicht weiter behelligt werden. Zugleich aber wissen offenherzig Suchende die ausrichtende Empfehlung von Berufenen, die über die sachdienliche Nutzung von Datenbanken hinausreicht, zu schätzen. Wenn sich Bewunderung, Begeisterung, Entzündung an einem Gegenstand der Wissenschaft oder Kunst ereignen, leuchtet ein Versprechen auf und Eros betritt die Bühne. Wo immer er uns begegnet, herrscht Ausnahmezustand: Schönste Erfahrungen des Ergriffenseins und der lebendigen Weitergabe von Gütern des Geistes gehen auf sein Konto. Doch ist ihm deshalb schon zu trauen? Dürfen wir ihm freies Geleit geben? Immer-hin steht er nicht ganz zu Unrecht in dem Ruch, sexuelle Versuchungen zu befördern.
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Preliminary Material / Martin Knechtges and Jörg Schenuit -- Die Hineintäuschung in das Wahre / henning nörenberg -- Religion und Dichtung / les murray -- Morgengrausen / peter strasser -- Cin – Hermannstädter Tagebuch (II) / sebastian wohlfarth -- Die Geduld des Antwortenden / bernd trocholepczy and fuge -- was brauchst du / friederike mayröcker -- Jenseits der Grenzen / anke bastrop -- Als ich das Licht verlöschte… / konrad weiss -- Im Satzgehäuse / matthias kniep -- Antonius führt Klage / bettina klix -- Autorenverzeichnis / Martin Knechtges and Jörg Schenuit -- Fuge / Martin Knechtges and Jörg Schenuit.

Die hohe Wertschätzung, ja der Glaube an Institutionen gehört zu den unverkennbaren Merkmalen der Moderne. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wo Institutionen mit festgeschriebenen Regeln die Beziehungen der Menschen untereinander regeln, entstehen Räume, in denen das unkontrollierbare Herrschaftsgebaren Einzelner keinen großen Schaden anrichten kann. Niemand möchte heute noch von der Gunst eines Bibliothekars abhängen, wenn er seine ausgeliehenen Bücher zu spät in die Bibliothek zurückbringt. Man ist froh, dass es eine »Benutzerordnung« gibt, zahlt seine Säumnisgebühren und will von den Neigungen und Abneigungen seines Gegenübers ansonsten nicht weiter behelligt werden. Zugleich aber wissen offenherzig Suchende die ausrichtende Empfehlung von Berufenen, die über die sachdienliche Nutzung von Datenbanken hinausreicht, zu schätzen. Wenn sich Bewunderung, Begeisterung, Entzündung an einem Gegenstand der Wissenschaft oder Kunst ereignen, leuchtet ein Versprechen auf und Eros betritt die Bühne. Wo immer er uns begegnet, herrscht Ausnahmezustand: Schönste Erfahrungen des Ergriffenseins und der lebendigen Weitergabe von Gütern des Geistes gehen auf sein Konto. Doch ist ihm deshalb schon zu trauen? Dürfen wir ihm freies Geleit geben? Immer-hin steht er nicht ganz zu Unrecht in dem Ruch, sexuelle Versuchungen zu befördern.

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