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Philosemitismus : Rhetorik, Poetik, Diskursgeschichte / Philipp Theisohn, Georg Braungart (Hg.).

Contributor(s): Material type: TextSeries: Schöningh and Fink Literature and Culture E-Books Online, Collection 2013-2017, ISBN: 9783657100064 | Schöningh and Fink Literature and Culture Studies E-Books, Collection 2013-2017, ISBN: 9783657100064Publisher: Paderborn : Wilhelm Fink, [2017]Description: 1 online resourceContent type:
  • text
Media type:
  • unmediated
Carrier type:
  • online resource
ISBN:
  • 9783846753019
Subject(s): Additional physical formats: Print version:: Philosemitismus: Rhetorik, Poetik, DiskursgeschichteDDC classification:
  • 400
LOC classification:
  • DS148.5 .P56 2017
Online resources:
Contents:
Preliminary Material / Philipp Theisohn and Georg Braungart -- Die überspringende Rede / Georg Braungart and Philipp Theisohn -- Juden und Judengesang im Schauspiel der Frühen Neuzeit / Irmgard Scheitler -- Grimmelshausens Vogel-Nest II – ein philosemitischer Roman? / Jörg Marquardt -- Daß ein Pietist ein guter Cabbalist und Judæus mysticus sey / Haim Mahlev -- Die Psalmen als Modell poetischer Rede Umrisse eines Diskurses, circa 1650-1850 / Dietmar Till -- Gibt es einen Fortschritt in der Moralentwicklung? / Christian Kohlross -- Mendelssohns Tod / Stefan Knödler -- Gedanken Verschiedener / Cornelia Ortlieb -- Mögten wir Teutsche euch darin gleichen / Gunnar Och -- Mosaismus, Caesarismus, Bonapartismus Ambivalenzen des Napoleon-Bildes bei Heine, Balzac und Nerval / Ralph Häfner -- jüdisch-christlich / Andreas Kilcher -- Philosemitismus als subversive Strategie / Burkhard Meyer-Sickendiek -- Über die „falsche“ und die „erhabene Mission“ des Judentums / Lutz-Henning Pietsch -- Ich selber liebʼ es nicht dies Volk, doch weiß ich … / Bernhard Greiner -- Ach Mutter, warum bist du keine geborene Bleichröder / Katharina Grätz -- Philosemitismus als Textverfahren – Zum Verhältnis von ‚poetischem Zionismus‘ und Philosemitismus in Börries von Münchhausens Juda (1900) / Eva Edelmann-Ohler -- Ambivalentes Begehren / Marc Seiffarth -- Beobachtungen zur Verschränkung von philosemitischer und antisemitischer Rede in Romanen der Weimarer Republik / Helmuth Kiesel -- Verlagerungen / Stephan Braese -- Ich kann dort nicht atmen, wo du mich hinstellst / Stefanie Leuenberger -- Shylock statt Nathan? Über Aufklärung und Toleranz in Goerdens Lessings Traum von Nathan dem Weisen / Andrea Geier -- Comic und Philosemitismus / Monika Schmitz-Emans -- Das Salz in der Suppe – Philosemitismus und Multikulturalität in der Gegenwartsliteratur / Doerte Bischoff -- Zu den Autorinnen und Autoren / Philipp Theisohn and Georg Braungart.
Summary: In zeitgenössischen Debatten vor allem als Kampfbegriff wahrgenommen, stellt der Philosemitismus in Wahrheit eine Jahrhunderte alte komplexe Schreib- und Redeform dar: er ist Literatur. Der vorliegende Band will den Regeln einer philosemitischen Rhetorik und Poetik auf den Grund gehen und begibt sich auf Spurensuche in der deutschsprachigen Literaturgeschichte der Neuzeit. Wer von ›Philosemitismus‹ spricht, der gerät unweigerlich in eine Debatte über den ›richtigen‹ und ›falschen‹ Umgang mit dem Judentum, er knüpft im schlimmsten Fall an eine antisemitische Diktion an, er definiert nicht mehr, sondern diffamiert. Es besteht dennoch kein Grund, den Philosemitismus als Gegenstand einer wissenschaftlichen Analyse von vornherein zu verwerfen. Gerettet werden kann er, wenn er nicht länger als polemische Klassifizierung, sondern als ein diskursives Phänomen verstanden wird.
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Includes bibliographical references.

Preliminary Material / Philipp Theisohn and Georg Braungart -- Die überspringende Rede / Georg Braungart and Philipp Theisohn -- Juden und Judengesang im Schauspiel der Frühen Neuzeit / Irmgard Scheitler -- Grimmelshausens Vogel-Nest II – ein philosemitischer Roman? / Jörg Marquardt -- Daß ein Pietist ein guter Cabbalist und Judæus mysticus sey / Haim Mahlev -- Die Psalmen als Modell poetischer Rede Umrisse eines Diskurses, circa 1650-1850 / Dietmar Till -- Gibt es einen Fortschritt in der Moralentwicklung? / Christian Kohlross -- Mendelssohns Tod / Stefan Knödler -- Gedanken Verschiedener / Cornelia Ortlieb -- Mögten wir Teutsche euch darin gleichen / Gunnar Och -- Mosaismus, Caesarismus, Bonapartismus Ambivalenzen des Napoleon-Bildes bei Heine, Balzac und Nerval / Ralph Häfner -- jüdisch-christlich / Andreas Kilcher -- Philosemitismus als subversive Strategie / Burkhard Meyer-Sickendiek -- Über die „falsche“ und die „erhabene Mission“ des Judentums / Lutz-Henning Pietsch -- Ich selber liebʼ es nicht dies Volk, doch weiß ich … / Bernhard Greiner -- Ach Mutter, warum bist du keine geborene Bleichröder / Katharina Grätz -- Philosemitismus als Textverfahren – Zum Verhältnis von ‚poetischem Zionismus‘ und Philosemitismus in Börries von Münchhausens Juda (1900) / Eva Edelmann-Ohler -- Ambivalentes Begehren / Marc Seiffarth -- Beobachtungen zur Verschränkung von philosemitischer und antisemitischer Rede in Romanen der Weimarer Republik / Helmuth Kiesel -- Verlagerungen / Stephan Braese -- Ich kann dort nicht atmen, wo du mich hinstellst / Stefanie Leuenberger -- Shylock statt Nathan? Über Aufklärung und Toleranz in Goerdens Lessings Traum von Nathan dem Weisen / Andrea Geier -- Comic und Philosemitismus / Monika Schmitz-Emans -- Das Salz in der Suppe – Philosemitismus und Multikulturalität in der Gegenwartsliteratur / Doerte Bischoff -- Zu den Autorinnen und Autoren / Philipp Theisohn and Georg Braungart.

In zeitgenössischen Debatten vor allem als Kampfbegriff wahrgenommen, stellt der Philosemitismus in Wahrheit eine Jahrhunderte alte komplexe Schreib- und Redeform dar: er ist Literatur. Der vorliegende Band will den Regeln einer philosemitischen Rhetorik und Poetik auf den Grund gehen und begibt sich auf Spurensuche in der deutschsprachigen Literaturgeschichte der Neuzeit. Wer von ›Philosemitismus‹ spricht, der gerät unweigerlich in eine Debatte über den ›richtigen‹ und ›falschen‹ Umgang mit dem Judentum, er knüpft im schlimmsten Fall an eine antisemitische Diktion an, er definiert nicht mehr, sondern diffamiert. Es besteht dennoch kein Grund, den Philosemitismus als Gegenstand einer wissenschaftlichen Analyse von vornherein zu verwerfen. Gerettet werden kann er, wenn er nicht länger als polemische Klassifizierung, sondern als ein diskursives Phänomen verstanden wird.

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